Bericht zur dieser Tour, bitte ……

Eher wir uns versahen, stand auch schon die zweite Alpentour von unserem BMW-Händler MCA Altendiez vor der Tür. Aus diesem Grunde trafen wir uns am 19. September 2012 morgens um halb neun an der A 3 an dem Autobahnrasthof Weiskirchen mit dem Rest unserer Gruppe, die aus unserem Tourguide Rudi, unserem Lumpensammler Volker (auch „gelbe Gefahr“ genannt) und sechs weiteren Teilnehmern bestand.

Bevor es jedoch weiter ging, sollten wir vorsichtshalber nochmal alle Maschinen voll tanken- obwohl einige von uns es noch gar nicht nötig hatten – sie führten schließlich sprichwörtlich Spritfässer mit sich – nahmen aber auf uns „Kleine“ trotzdem Rücksicht. Bevor wir auf unsere große Tour aufbrachen, erklärte uns Rudi nochmals kurz den Ablauf des ersten Tages. Zehn Minuten später setzten wir uns dann mit unseren Bikes in Bewegung und düsten erst einmal auf der A 3 in Richtung Würzburg und anschließend weiter auf der A 7 Richtung Ulm. Unser erstes Ziel und damit auch unsere erste Übernachtungsstätte war der Gasthof „Zum Hirschen“ in Unterthingau im Ostallgäu. Einigen von uns war der Gasthof noch sehr gut von unserer letzten MCA-Altendiez-Alpentour in Erinnerung.

Da Autobahnfahren bekanntlich kein Spaß macht, bog Rudi bei Rothenburg o.d.T. von dieser ab und führte uns über Landstraßen vorbei an vielen Dörfern und Städten, wie z.B. Feuchtwangen, Nördlingen, Neu-Ulm, Ottobeuren (dort gibt es übrigens die besten Windbeutel, die wir je gegessen haben – in allen möglichen Variationen) etc.  Da wir schon einmal in dieser Gegend waren, nahmen wir natürlich einen Teil der kurvenreichen Strecken der Schwäbischen Alb direkt mit.

Unterwegs durften natürlich kleine Pausen, Tankstopps sowie ein kleiner Imbiss nicht fehlen – denn nur gut gestärkt und entspannt konnte die lange Anreise von rd. 465 km durchgestanden werden. Zum ersten Mal bei unseren Touren spielte auch das Wetter mit (kein Regen sondern Sonne pur bei angenehmen Temperaturen von rd. 24 Grad) und so trafen wir am späten Nachmittag bei Dieter, unserem „Felderwirt“ in Unterthingau ein. Dort wurden wir vom Chef des Hauses mit einem Schnaps auf’s herzlichste empfangen. Unsere Bikes durften wie letztes Mal wieder im „alten“ Feuerwehrhaus nächtigen. Den Rest des Abends widmeten wir dem vorzüglichen Mahl. Logisch, dass es danach bei einer Schnapsrunde nicht blieb. Aber irgendwann ist auch der schönste Tag zu Ende und wir fielen müde in unsere Betten und träumten von dem kommenden Tag – es sollte ja weiter Richtung Süden gehen.

Am nächsten Morgen – natürlich gut gestärkt – führte uns Rudi über den Allgäu nach  Füssen und von dort über Reutte zum Fernpass (1216). Dort konnten wir zum ersten Mal die Zugspitze ganz klar erkennen (war sonst immer wolkenverhangen, wenn wir auf unseren Touren dran vorbeifuhren). Ab und zu muss „Mann/Frau“ auch ein bisschen Glück haben. Auf der österreichischen Seite wurden die Motorräder angesichts der niedrigen Spritpreise nochmals vollgetankt. Bei Matrei bogen wir auf die alte Brennerstrasse ab und über den Brennerpass (1375) ging es weiter bis nach Sterzing. Dort mussten wir erst einmal unsere knurrenden Mägen beruhigen. Nach einer erfolgreichen Rast zog uns dann weiter Richtung Süden.   Um „ins andere Tal“ nach Meran zu gelangen, suchte sich Rudi den Jaufenpass (2099) aus. Die kurvenreiche und auch sehr gut ausgebaute Strasse animierte uns, ein wenig am Gashahn zu drehen und unsere Bikes mal so richtig fliegen zu lassen – schließlich war weit und breit keine Geschwindigkeitsbegrenzung in Sicht.

In Lana angekommen zog es uns die Berge hinauf zum Gampen-Joch (1512) und von dort aus weiter zu unserem nächsten Übernachtungsziel, dem Tourenfahrerhotel „Albergo Aurora“ in Tret di Fondo. Dort warteten schon sehnsüchtig Dorothea und ihr Partner auf uns – schließlich war es kurz vor der „Abendbrotzeit“ und Dorothea serviert das Essen nicht eher, bis alle Gäste am Tisch sitzen. Natürlich hat es sie am meisten gefreut, dass ihr „Buddy“ (Bud Spenser = unser Markus) wieder mit von der Partie war. So ein starker Mann im Haus hat was, meinte sie. Eines kann man immer wieder betonen, langweilig wird es auf den Touren von MCA-Altendiez nie – was wir an den zwei Tagen bereits alles erlebt und unterwegs gesehen haben, kann man in Worten einfach nicht beschreiben – man muss es einfach erlebt haben. So klang auch dieser Tag nach einem guten Essen mit einer Menge Gesprächsstoff und mit viel Gelächter aus.

Am dritten Tag unserer Alpentour konnten wir die Koffer und unser gesamtes Gepäck im Hotel lassen, da wir dort eine weitere Nacht verbringen würden. Einige von uns hatten abends beim Essen daher beschlossen, morgens vor dem Frühstück eine Runde auf dem in der Nähe liegenden Mendelpass zu drehen – frei von Autos und sonstigen Hindernissen. Als es am nächsten Morgen dann soweit war, fuhr tatsächlich nur einer weg (mein Mann Thomas). Von den anderen weit und breit keine Spur – der Abend war anscheinend doch etwas zu lang geworden. Nach einer Stunde kehrte er mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht und wieder mit einer Menge Filmmaterial zurück. Am Frühstückstisch verriet uns Rudi, wie er sich den dritten Tag der Tour so vorstellen würde. Er wollte westlich vom Gardasee die Gegend unsicher machen, zwar mit kurvenreichen Strecken aber ohne Pässe. Rudi hatte ursprünglich vor, uns zunächst über kleine Bergstraßen zu einem kleinen See zu führen, aber angesichts der momentan herrschenden Apfelernte riet man ihm davon ab. Zu groß war das Risiko von irgendwelchen wild aus den Plantagen hervorschießenden Traktoren übersehen zu werden. Von Tret di Fondo ging es zunächst Richtung Fondo, danach über Revo vorbei am Lago di Guistina nach Cles. Über die Schnellstraße (führt leider kein anderer Weg dorthin) fuhren wir dann Richtung Passo di Tonale bis nach Dimaro. In Dimaro bogen wir Richtung Madonna di Campiglio zum Passo Campo Carlo Magno (1681) ab, wo wir uns nach dieser „anstrengenden“ Tour erst einmal eine kleine Kaffepause gönnten. Gut gestärkt ging es dann nach Carisolo. Schade, dass wir keine Zeit hatten, sonst hätten wir dem Val di Genova (Tal der tausend Wasserfälle) noch einen Besuch abstatten können. Ab Carisolo führte uns der Weg weiter nach Pinzolo und nach Spiazzo und von dort über Stenico vorbei am Lago di Molveno, wo wir in dem gleichnamigen Städtchen Molveno eine kurze Kaffeepause einlegten und mit Blick auf den See die Seele baumeln ließen. So gut ausgeruht schwangen wir uns zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf unsere Bikes fuhren gemütlich unserem Hotel entgegen. Höhepunkt war jedoch noch die kurvenreiche Strecke bei Tres. Links der Straße waren Felsvorhänge und rechts schaute mal direkt in den „Abgrund“. Bevor es jedoch schnurstracks weiter zu unserem Hotel ging wurden die Motorräder vorher nochmals vollgetankt. Zufall, dass die Tankstelle in der Nähe vom Mendelpass war? Auf jeden Fall hat sich eine kleine Truppe vom Rest abgesondert und ist nochmals den „Mendolino“ rauf und runter gefahren. Ob eine Wette unter den Jungs abgeschlossen wurde, wer am schnellsten den „Mendolino“ überquert, kann ich nicht sagen – ich war auf jeden Fall immer die Letzte  – und alles wurde auch noch per Video festgehalten. „Wo bleibst Du denn? Haste unterwegs noch nen Kaffee getrunken“ wurde ich gefragt, als ich die Truppe erreichte. „Na klar, sogar mit einer ganzen Busmannschaft“ antwortete ich. Da war das Gelächter groß.

So wie mein Mann Thomas morgens hatten anschließend auch die anderen ein breites Grinsen auf dem Gesicht und gut gelaunt und teilweise erschöpft (von was wohl?) ging es zum Hotel, wo wieder ein leckeres Essen und für die Jungs das Bier wartete.

Am nächsten Tag hieß es dann wieder – zurück nach Unterthingau. Da Dorothea noch unbedingt ein Gruppenfoto für ihre Homepage haben wollte, versammelten wir uns kurzerhand hinterm Haus noch zu einem kurzen Shooting. Einer der Gäste, der unser Treiben beobachtet hatte, meinte nur: „sagt mal, kriegt ihr bei Euch die BMW’s billiger“? „Na klar“ meinten wir, „kannst gerne die Adresse und Telefonnummer von unserem BMW-Händler haben“. Da hat er nur gelacht und verschwand wieder im Hotel. Noch eine kurze Verabschiedung von unserer Gastgeberin und schon ging es los.

Unterwegs stimmten wir noch ab, ob es über den Reschenpass (1507) oder das Timmelsjoch (2509) gehen sollte. Da wir bei der letzten MCA-Alpentour das Timmelsjoch nur nebelverhangen und bei Schnee- und Eisregen kennengelernt haben, war das Urteil schnell gefällt – auf zum Timmelsjoch. Dabei mussten wir aber erst einmal eine Menge Touristen mit ihren Autos hinter uns lassen. Bei strahlendem Sonnenschein flogen wir förmlich zum Timmelsjoch hoch und oben angekommen, verfielen wir alle in die sogenannte „Piz-Buin-Stellung“. Nachdem auch die letzte Sommersprosse gezüchtet war, fuhren wir weiter über den mautpflichtigen Teil runter nach Sölden. Dort hatte Rudi auf seinen zahlreichen Touren eine Bäckerei entdeckt, wo man leckere kleine Imbisse bekam. Nach einer ausgiebigen Pause zog es uns weiter nach Imst zum Hahntennjoch (1894) – doch dann, nach gefahrenen 50 km, zog sich auf einmal der Himmel zusammen und öffnete seine Schleusen und wir bekamen sprichwörtlich den Hintern gewaschen – aber wozu gibt es gute Textil- und Regenbekleidung. Mit diesem Regen hatten wir auch den Rest des Tages zu kämpfen und so haben wir weder was vom Hahntennjoch noch vom Oberjoch-Pass (1178) mitgekriegt. Wir waren froh, als wir bei unserem „Felderwirt“ endlich auf den Hof fuhren und unserer nassen Kleidung erledigen durften. Eine heiße Dusche vertrieb dann die letzte Kälte aus unseren Gliedern. Frisch geduscht ging es danach zum Essen in die „gute Stube“. Der Abend war lang und die Nacht so kurz.

Am nächsten Morgen hatte sich das schlechte Wetter wieder verzogen – war ja klar, es ging ja wieder Richtung Heimat. Noch schnell ein Gruppenfoto geschossen und schon brausten wir los. Zunächst einmal ging es quer  Beet über kurvenreiche Straßen durch die jetzt im Herbst wunderschön anzusehende Gegend des Allgäus. Vorbei an Isny und Maierhofen führte uns Rudi immer weiter heim. Irgendwann später erreichten wir dann Ravensburg mit seinem imposanten Schloss. Anschließend hielt Rudi für uns eine Überraschung bereit – es ging durch das obere Donautal. Eine wirklich einmalige Gegend mit durch Felsen gebauten engen Straßen, rechts Felsüberhänge, links das Donautal – halt ein sehr idyllisches Fleckchen Erde. In der Nähe von Sigmaringen mussten wir uns dann leider vom Rest der Truppe trennen, da mein Mann bereits am Montag um 3 Uhr in der früh wieder dienstlich weg musste. Also ab auf die Autobahn und auf den schnellsten Weg nach Hause. Trotz sehr starken Verkehrsaufkommens kamen wir zügig voran und waren um halb sechs daheim.

In diesem Zusammenhang danken wir allen Beteiligten nochmals herzlich für die tolle Tour und die angenehme Atmosphäre. Es war einfach klasse mit Euch.

Nun viel Spaß beim Betrachten der Bilder. Ein passendes Video zu dieser Tour gibt es auch. Anschauen lohnt sich.

Kategorien: Alpentour Teil 2 2012

5 Kommentare

Markus Mang · 8. Oktober 2012 um 21:08

Hallo Ihr Zwei!

Sehr schöner Bericht,man fühlt sich beim lesen als ob wir gerade die Tour machen würden!
Wir sehen uns!LG Markus (Buddy)

Rudi Weldert · 16. Oktober 2012 um 21:08

Sehr schön-sehr schön !!!
bin froh das es euch wieder gefallen hat.lasse mir für die nächste Tour wieder was feines einfallen .
Gruß „EUER´´T-Guide Rudi

    Elsbeth · 18. Oktober 2012 um 09:42

    Danke schön für die Kommentare. Haben wir gerne gemacht. Rudi, dann sind wir ja mal gespannt!

    LG Marion

albert · 18. Oktober 2012 um 16:04

Hallo vrienden uit coblens zo juist alles gelezen moet een mooie vakantie zijn geweest.De fotos zijn zeer mooi.Vele groetjes vanuit belgie albert& violande,we hopen jullie nog eens te zien misschien volgend jaar bij mario in Italie.

Johne239 · 12. November 2016 um 07:09

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