Abenteuerurlaub Kroatien vom 28.04. bis zum 7. Mai 2013

Was gibt es Schöneres, als zum runden Geburtstag einen Urlaub geschenkt zu bekommen, bei dem man sich auf dem Rücksitz eines absolut zuverlässigen Motorrads (halt dem Papa sein Dickschiff) entspannt zurücklehnen und dabei in aller Ruhe Land, Leute und Umgebung genießen und per Foto festhalten kann. Dass unsere Kroatientour sich im Nachhinein noch als regelrechter Abenteuerurlaub bei traumhaften Bedingungen (Sonne, Wärme bis zu 33 Grad) herausstellte, konnten wir zum Zeitpunkt unseres Reisebeginns (28. April 2013) noch nicht ahnen.

Eigentlich sollte unsere Tour (geplant waren ca. 12 Tage incl. An- und Abreise) erst am Sonntag, den 28. April 2013, beginnen, aber aufgrund eines familiären Ereignisses mussten wir vorher einen kurzen Zwischenstopp in Balderschwang (Allgäu) einlegen, sodass wir bereits den Tag zuvor, sprich am Samstag, aufbrachen. Leider machte uns das Wetter am Samstag einen Strich durch die Rechnung, denn bei Temperaturen um die 4-5 Grad und Dauerregen macht es wirklich keinen Spaß, den Weg Richtung Süden auf landschaftlich schönen Strecken einzuschlagen. Also hieß es: dick einpacken und ab über die Autobahn. Je mehr wir uns unserem Ziel näherten, um so mehr ließ der Regen nach und um so wärmer wurde es. Selbst der Riedbergpass empfing uns schneebedeckt mit 9 Grad. Apropos Riedbergpass: Von Sonthofen kommend, wurde die Straße komplett neu gemacht und unser Boxer tanzte von Kurve zu Kurve wie das Pendel einer Wanduhr (rechts – links – rechts – links )  dem Pass entgegen, sodass einem fast schwindelig wurde.  Dies entschädigte uns für die nervenaufreibende und ermüdende Autobahnfahrt.

Unsere Tour begann dann, wie gesagt, nach einem kurzem Zwischenstopp, am Sonntag Mittag um 14 Uhr. Als erstes Etappenziel hatten wir uns Südtirol (Eggen) ausgesucht. Da „heute“ das Wetter mitspielte, konnten wir unserem Navi den Befehl geben, uns über landschaftliche schöne Strecken dorthin zu führen. Über den Riedbergpass ging es zunächst wieder kurvig runter nach Sonthofen und von dort Richtung Oberjoch ins Tannheimer Tal, weiter über den Namlos bis nach Berwang, Bichlbach, Nassereith-See-Eck bis wir dann irgendwann später den Fernpass erreichten. Hier hielten wir uns – auch im Hinblick auf das hohe Verkehrsaufkommen – nicht lange auf und fuhren über das Ötztal in Richtung Timmelsjoch. Doch leider kündigten uns Hinweisschilder an, dass das Timmelsjoch immer noch  Wintersperre hat. Da uns die Umfahrung des Timmelsjoch über Land- und sonstige Nebenstraßen (wer weiß, wie unser Navi = Steffi drauf ist ) erheblich Zeit gekostet hätte, entschloss sich mein Mann, die noch verbleibenden restlichen Kilometer bis nach Eggen bei Imst über die Autobahn A 12 in Richtung  Innsbruck und anschließend bei Telfs über die Brenner Autobahn abzuwickeln. Es wurde immer wärmer und wir fingen langsam an in unseren „Winterklamotten“ zu kochen (immerhin hatten wir 20 Grad Außentemperatur). Kurz vor der Abfahrt Bozen-Nord  fing es dann auch noch an zu regnen, sodass mein Mann flugs sein Dickschiff zu einem LkW-Parkplatz lenkte und dort in aller Windeseile seine Regenkombi überstrippte – so kurz vor dem Ziel hätte sich der Wettergott ja doch noch zusammenreißen können. Bei Bozen-Nord verließen wir die Autobahn und fuhren über das wunderschöne Eggental unserem Ziel, dem Hotel Mondschein (ein Tourenfahrerhotel) entgegen. Wir waren gespannt, was uns dort erwartete, denn normaler Weise sind wir bei unseren Touren in den Dolomiten bis her immer in der Nähe von Bozen abgestiegen. Von dem, was uns dort erwartete, waren wir mehr als angenehm überrascht. Zunächst einmal wurden wir von Erika und Kurt, den Hotelbesitzern herzlichst begrüßt und dann stand auch noch ein großes gemütliches Zimmer, an das noch ein weiteres Zimmer angrenzte, mit Balkon und großem Bad für uns bereit. Das Abendessen und auch das vielfältige Frühstück schmeckten hervorragend. Darüber hinaus befindet sich im Keller des Hotels ein schöner Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad, Ruheraum etc., der einfach nur zum Relaxen einlud. Schade, dass wir nur eine Nacht hier waren und den Luxus nicht genießen konnten. Auch erfuhren wir kurz vor unserer Abfahrt, dass dieses Hotel neben einem kostenpflichtigen Leihmotorrad auch Fahrerausstattungen von Rukka, Held, Schubert etc. kostenfrei für einen Tag zum Testen ausleiht. Neu im Programm ist auch das Verleihen einer Helmkamera (Gopro Hero). Hier kann sich also der „Biker“ bzw. die „Bikerin“ so richtig wohl fühlen. Wir können das Hotel Mondschein daher für Euren Tourenstopp oder als Basishotel für Eure Dolomitentouren nur wärmstens empfehlen.

Gut ausgeruht und gut am reichlich gedeckten Frühstückstisch genährt, allerdings mit Nieselregen im Gepäck, ging es dann unserem eigentlichen Ziel entgegen – Rijeka. Bevor es uns jedoch weiter zum Passo di Lavaze (1808 m) zog, statteten wir erst noch der Madonna in der Wallfahrtskirche Maria Weißenstein (hierüber hatten wir bereits in unserem Bericht „Dolomitentour Juli 2012“ geschrieben) einen Besuch ab (liegt ca. 15 km von Eggen entfernt) und holten uns ihren Segen. So gut gerüstet fuhren wir zum Ausgangspunkt unserer ursprünglichen Route zurück. Gott sei Dank hatte der Nieselregen bereits aufgehört. Über das Lavazajoch führte uns der Weg zunächst nach Cavalese, von dort nach Molina, vorbei am Lago di Caldonazzo (in seiner Nähe befindet sich der alte Kaiserjägerweg – ein absolutes „Muss“ für jeden Motorradfahrer und solche, die es noch werden wollen) und am Lago di Levico bis nach Levico Theme. Anschließend ging es weiter bis nach Valsugana, Agan, vorbei am Lago del corlo, nach Feltre und von dort in Richtung Süden nach Conegliano. Je weiter wir in Richtung Süden unterwegs waren, umso wärmer wurde es. Wir wurden förmlich in unseren Motorradanzügen gekocht. In Conegliano trug uns das Dickschiff weiter nach Protogruaro nach Berticolo, dann weiter nach Gorizia, Potoce, Ajdovscina, Razdrto, Kozina, Rupa. Mittlerer Weile hatten wir bereits 24 Grad mit steigender Tendenz. Ehrlich gesagt waren wir froh, als wir nach weiteren Kilometern am frühen Abend endlich unser Ziel-Hotel (Pension Stanger in Louvran)  erreichten und uns von unserer Motorradkluft befreien konnten.  Boris, der Hausherr, empfing uns erst einmal mit einem kühlen Getränk (anscheinend konnte er Gedanken lesen) und gab uns dann den Schlüssel zu unserem Zimmer mit Meerblick. Zum ersten Mal in unserem Leben sahen wir die kroatische Adria! Es war ein herrlicher Anblick – insbesondere, als es dunkel wurde und am anderen Ufer eine Lampe nach der anderen anging und die Küste in hellem Licht anstrahlte. Logisch, dass wir uns bei diesem Anblick das vorzügliche Drei-Gänge-Menü von Boris und seiner Crew auf der Terrasse auf der Zunge zergehen ließen. Mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht fielen wir anschließend todmüde ins Bett. Nur mal so am Rande (grins): auch dieses Hotel ist eine Empfehlung wert, da es zum einen sehr günstig ist und darüber hinaus über eine hervorragende Küche verfügt. Auch findet man hier morgens ein reichhaltiges Frühstück vor, angefangen mit Wurst, Käse, verschiedenen Marmeladesorten bis hin zu frischem Obst, Joghurt und Eiern. Wer wollte bekam sogar extra ein Spiegel- oder Rührei, garniert mit frischen Kräutern, zubereitet. Es fehlte wirklich an nichts, sodass wir uns reichlich für unsere nächste Etappe stärken konnten, denn erst jetzt begann unsere eigentliche Kroatientour – die Anreise war ja schließlich nur Mittel zum Zweck. Auf nach Biograd.


3 Kommentare

die Weldert`s · 26. Mai 2013 um 20:57

Sehr-schön gemacht

alles nur vom feinsten !

    Rudi Weldert · 23. Juni 2013 um 16:25

    so sieht das aus wenn – Könner- am Werk sind. Gell !!!

    ist wohl kaum zu übertreffen.

    Euer Touren-Truide

    Rudi

Renate und Lothar Martin · 31. Mai 2013 um 18:30

Danke für die schönen Fotos ,so kann man an eurer Tour teinehmen macht weiter so wir freuen uns schon auf die nächsten Bilder

R u L

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