Unverhofft kommt oft.

Mein Mann hat doch tatsächlich noch eine Woche Urlaub bekommen. Die Frage wohin, war eigentlich schnell geklärt: natürlich zu Mario nach Leifers (Hotel Steinmannwald). Die Frage mit was, gestaltete sich dagegen etwas schwieriger, denn mein Schatz hatte die Qual der Wahl: entweder mit seinem Dickschiff oder mit seiner neuesten Errungenschaft, eine BMW HP 2 Sport Limited Edition, auch kurz Rennboxer genannt. Nach reiflicher Überlegung kam mein Mann dann zu dem Entschluss, seinen Rennboxer in den Dolomiten zu testen. Also wurde kurzerhand ein Motorradanhänger organisiert, denn schließlich sollte meine GS auch mit.

Doch, oh Schreck, eine Woche bevor es losgehen sollte, bekamen wir einen Anruf von unserem Anhängerverleiher: Der Anhänger, den wir kriegen sollte, war kaputt zurückgegeben worden und einen Neuen bekämen sie erst in ca. drei Wochen. Sie boten uns jedoch an, dass wir dafür einen großen Anhänger für drei Motorräder haben könnten (leuchtende Augen bei meinem Mann: konnte sein Dickschiff jetzt doch noch mit????). Aber ein Anhänger für drei Motorräder war einfach zu groß – nur woher bekamen wir auf die Schnelle einen neuen her. Uns fiel ein, dass beim „Tante Louise’s“ Sommerfest jemand Motorradanhänger ausgestellt hatte, die man sowohl kaufen als auch mieten konnte. Nennt es Vorsehung, denn wir hatten uns damals vorsichtshalber seine Visitenkarte eingesteckt. Ein kurzer Anruf und schon hatten wir einen neuen Anhänger – es konnte also wie geplant losgehen.

Am Freitag, den 20. Juli 2012 war es dann endlich soweit. Donnerstag Abends hatten wir bereits die zwei Maschinen auf den Anhänger verzurrt und das Auto vollgepackt (wenn man sah, was alles mitging, könnte mal glatt meinen, dass wir einen ganzen Monat und nicht nur 10 Tage weg wären). Morgens in aller Herrgotts-früh ging es dann mit dem Auto Richtung Bozen, da wir möglichst zügig und ohne großen Verkehr runter kommen wollten. Ohne größere Verzögerungen kamen wir so gegen Mittag (14 Uhr) bei Mario in Leifers an. Schnell die Motorräder vom Anhänger geholt, Zimmer bezogen und kurz in der Sonne relaxt. Nach einer Stunde hielten wir es jedoch nicht länger aus, sprangen kurzerhand in die Motorradklamotten und düsten schnurstracks zu unserem heiß geliebten „passo di Mendolino“ (richtig heißt er natürlich passo di mendola). Oben angekommen, stellten wir fest, dass so gut wie kein Mensch dort war und gönnten uns erst einmal einen Erdbeerbecher. So gut gestärkt ging es dann noch einmal den Mendelpass rauf und runter bis wir dann pünktlich zum Abendessen wieder bei Mario eintrafen.

Als wir Samstags morgen aufwachten, war der Himmel wolkenverhangen und es regnete. Daher beschlossen wir, mit dem Auto nach Riva del Garda  zu fahren und schon mal die Öleinkäufe für uns und die ganze Familie zu tätigen. Danach fanden wir noch Zeit, am Gardasee entlang zu spazieren. Unter am Ufer waren sie gerade dabei, den Start für die Giro di Italia vorzubereiten und zudem konnte man dort alles kaufen, was man für das Zweirad benötigte. Gegen Mittag klärte der Himmel auf und wir fuhren zurück nach Leifers, um zumindest am Nachmittag noch Motorrad fahren zu können. Wieder zog es uns zum Mendelpass. Der Tag war gerettet.

Am Sonntag stand die Sellarunde auf dem Plan – mein Mann wollte ja endlich mal seinen Rennboxer auf Alpentauglichkeit testen. Von Leifers aus (im italienischen heißt es Laives) ging es über die B 241 nach Ponte Nova über den Karerpass (1745 m) nach Pozza di Passa bis nach Canzei. In Canzei nahmen wir die Abfahrt nach Arabba und folgten der Strada Stratale delle Dolomiti zunächst zum Passo Pordoi (2239 m), dann zum Passo di Campolongo (1875 m), weiter zum Grödner Joch (2121 m) bis hin zum Sellajoch (2244 m). Nachdem wir am Sellajoch ein paar schöne Bilder gemacht hatten (siehe Album) ging es wieder runter nach Canzei und von dort zurück zu unserem Hotel. Insgesamt kamen auch bei dieser kleinen Tour rd. 183 km zusammen. Den Abend ließen wir nach einem vorzüglichen 3-Gänge Menü auf Mario’s Terrasse ausklingen. Dabei lernten wir noch ein paar nette Gäste kennen, zum einen waren das Albert mit seiner Frau Viola aus Belgien und zum anderen vier Jungs aus Thüringen, mit denen fortan jeden Abend zusammen saßen und unseren Spaß hatten. Auf die Frage, was wir denn morgen (Montag) für eine Tour machen wollten, kam spontan von meinem Schatz: „die 21-Pässe-Tour“! Alle schauten ihn ungläubig an, insbesondere, weil sie glaubten, dass mein Mann mit seiner HP 2 Sport fährt. Er klärte sie jedoch schnell auf und meinte, dafür wäre sein Rennboxer nichts, sondern wir würden zu zweit auf meiner GS unterwegs sein. Noch ein letztes Weizenbier und dann zogen wir uns auf unser Zimmer zurück, denn es sollte ja früh losgehen, damit wir abends wieder zeitig zum Essen zurück wären.

Montag, 23. Juli 2012: Pünktlich um 8 hieß es: Startet your engine. Da die ganze Tour so aufregend war, dass sie Seiten dieses Berichtes füllen könnte, versuche ich mich kurz zu halten. Fazit: Wir haben die 21 Pässe gefunden (siehe Album) und sogar einen mehr. Es war eine wunderschöne Tour bei strahlend blauen Himmel und teilweise sehr heißen Temperaturen. Da wir uns aber überwiegend im Gebirge aufhielten, haben wir davon Gott sei Dank nicht sehr viel mitgekommen. Pünktlich um 20 Uhr kamen wir müde und erschöpft aber mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht zum Abendessen bei Mario an. Allerdings gebe ich zu, dass mir auf den letzten Metern der Hintern brannte und ich froh war, als ich meinen Soziasitz wieder verlassen durfte. Auf der Tour kamen rund 432 km zusammen und die reine Fahrzeit ohne Pausen betrug insgesamt 8 Stunden und 25 Minuten.

Unser Tourenverlauf im Einzelnen:

Startpunkt war wie immer das Hotel Steinmannwald. Von dort aus ging es zum Karerpass (Pass 1), dann weiter zum Nigerpass (Pass 2). Über Völs, Kastelruth und den Panidersattel (Pass 3)  führte uns der Weg dann ins Grödnertal, wo wir anschließend in Richtung des wunderschönen Vilnösstal abbogen, um dort zum Halsljoch (Pass 4) und zum Würzjoch (Pass 5) hoch zu kurven. Über das Wurzjoch ging es zunächst runter ins Gadertal um dann  anschließend wieder über eine kurvenreiche Strecke am Grödner Joch (Pass 6) zu stoppen. Von hier hatte man eine tolle Aussicht bevor es uns weiter zum Sellajoch (Pass 7) zog. Immer in Richtung Fassatal führte uns unsere Tour anschließend zum Pordoi-Joch (Pass 8). An diesem Pass sollte wegen seines atemberaubenden Panoramas einen Augenblick verweilen. Wir aber mussten weiter, um unser heutiges Tagespensum zu erreichen. Also ging es zügig runter Richtung Arabba. Bei dieser Fahrt kann einem leicht schwindelig werden, so reiht sich eine Kurve an die andere. In Arabba bogen wir zum Passo di Campolongo (Pass 9) ab und nachdem wir diesen bezwungen hatten führte uns der Weg bei Stern (La Villa) in Richtung des 2.197 m hohen Passo di Valparola (Pass 10). Nach kurzer Abfahrt erreichten wir anschließend den Passo di Falzarego (Pass 11), an dem wir bei unserer Weiterfahrt ein paar spielende Murmelheinzmänner (Murmeltiere) beobachten konnten. Sind schon drollige Tiere.

Weiter führte uns die kurvenreiche Straße in Richtung Pocol. Von dort nahmen wir die Abfahrt in Richtung Cortina d’Ampezzo, wo wir über den Passo Tre Croci (Pass 12) einen Rundkurs einlegten, bis wir wieder in Cortina angelangten.  Von dort führte uns der Weg hoch zum Passo di Giau (Pass 13), der mit seinen 2.230 m eine stattliche Höhe aufwies. Über dessen Westrampe erreichten wir bald die Orte Selva di Cadore und Forno im Valle di Zoldo. Über eine schöne Serpentinenstrecke, auch Forcella Staulanza (Pass 14) genannt, kurvten wir weiter zum Passo Duran (Pass 15). Kurz ein Foto gemacht und unsere GS führte uns zielsicher nach Agordo und von dort nch Forcella Aurina (Pass 16) und Passo di Cereda (Pass 17). Auf den Weg dorthin hat man einen traumhaften Ausblick auf die Belluneser Dolomiten. Und weiter geht’s zum Rollepass (Pass 18) mit seinen großen Kurven, die einfach nur zum cruisen einladen. Die Fahrt zum ihm macht tierisch Spaß und Appetit auf mehr. Also keine Müdigkeit vortäuschen und rauf zum Passo di Valles (Pass 19), der quasi die Verlängerung zum Passo di San Pellegrino (Pass 20) darstellt. Schon bald erreichten wir Moena im Fassatal und fuhren von dort in Richtung Cavalese. In deren Nähe befanden sich zwei weitere Pässe, die es galt aufzusuchen – zum einen der Passo di Pramadiccio (Pass 21) und zum anderen der Passo di Lavaze (Pass 22).

Tag 5 unserer Dolomitentour: Am Dienstag stand eine TM-Spezial-Tour (TM steht für die Initialen meines Mannes) auf dem Programm. Diese Tour findet Ihr nur bei uns, da mein Mann sich die selbst ausgedacht hat. Gefahren wurde heute wieder mit zwei Motorrädern.

Die Tour: Vom Hotel Steinmannwald ging es mal wieder Richtung Caldaro (Kaltern) über unseren heiß geliebten Mendelpass – unsere beiden Boxer flogen förmlich den Pass hinauf und von dort ging es durch eine kleine Straße quer durch die Weinberge nach Cavareno. In Cavareno bogen wir Richtung Tret di Fondo ab und kurvten zum Gampenjoch (1512 m) hoch. Vom Gampenjoch ging des über die 238 nach Lana und von dort nach S. Pancrazio bis nach Ultimo. Dort bogen wir in das das Ultental ab, dass in Sta. Gertrude in einer Sackgasse endet – also kurzerhand wieder die Moppeds gewendet und zurück nach Ultimo. Von dort aus folgten wir der 421 bis nach Scanna di Livo, und folgten der 42 nach Male, wo wir das Val di Rabbi aufsuchten. Auch hier endete das Tal in einer Sackgasse. Also wieder zurück nach Male und in Richtung Scanna di Livo. Von dort aus ging es in Richtung Cles, vorbei an dem schönen Bergsee Lago di Giustina nach Dermulo. Dort bogen wir auf die 43 d nach Cavareno ab und düsten dem Passo di Mendola entgegen, den wir dieses Mal von hinten bezwangen. Wir ließen dabei unseren Boxern freien Lauf. Oben angekommen war dann erst mal wieder ein Erdbeerbecher fällig und eine Tasse Espresso für meinen Schatz. Wir hatten uns ein Eckcafe ausgesucht, damit wir unseren beiden Hübschen stets im Blickfeld hatten. Danach traten wir die Heim-(Hotel)reise an. Und wiederum ging nach rund 170 km ein wunderschöner Tag zu Ende, der wie immer nach dem Abendessen auf Mario‘s Terrasse endete. Allerdings zog zu später Stunde ein kräftiges Gewitter auf. Aber auch hier hatte Veronika (Mario’s bessere Hälfte) eine Lösung parat: flugs wurde die große Markise ausgefahren, sodass wir „trockenen Fußes“ weiter unser Bier oder Ramazotti genießen konnten.

Mittwoch, 25. Juli 2012

Eigentlich stand heute die Tour „Ortler Alpen“ auf dem Tourennavi. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Um an unseren Startpunkt Fondo zu gelangen, mussten wir logischer Weise wieder über den Mendelpass. In Fondo ging es dann über S. Felice zum Gampenjoch nach Lana. Dort zog sich aber urplötzlich der Himmel über uns zusammen (in der Ferne konnte man erkennen, dass es dort bereits regnete), sodass wir beschlossen, umzukehren und wieder Richtung Hotel zurückzufahren. Über unsere Baehranlagen gab mir mein Schatz zu verstehen, dass man ja eigentlich den Rest des Tages dazu nutzen könnte, mit dem Auto zum Bletterbach zu fahren und dort in der Schlucht nach Fossilien Ausschau zu halten. Das haben wir dann auch gemacht. Das Runterklettern in die Schlucht bzw. Klamm war ja noch einfach – außerdem war es dort schön kühl und durch den Bachlauf herrlich erfrischend. Sogar Versteinerungen haben wir entdeckt u.a. den Fußabdruck eines Dinosauriers. Allerdings verlief der Rückweg aus der Schlucht heraus für mich nicht so einfach. Denn als Städterin und Bürohockerin hatte ich, wie Ihr den Bildern entnehmen könnt,  Mühe aus der Schlucht wieder herauszukommen. Immer wieder musste ich Verschnaufpausen einlegen, sonst wäre ich oben nie angekommen. Mein Schatz dagegen lief wie ein Wiesel die Treppen herauf und wartete oben auf mich – dabei hatte er ein breites Grinsen im Gesicht und meinte nur: „das müssen wir öfters machen“. Na ja, für heute hat’s mir aber erst einmal gelangt. Nach einer kurzen Rast auf der Lana-Alm  fuhren wir noch zu der Wallfahrtskirche nach Weißenstein. Dort stellen wir, wenn wir in Südtirol sind, jedes Mal eine Kerze auf, damit die Madonna uns auf unseren Touren und Fahrten stets beschützt. Danach ging es zurück zum Hotel. Mario hatte uns in der Früh schon mitgeteilt, dass er abends grillen würde. Allein schon bei dem Gedanken, lief uns sprichwörtlich das Wasser im Mund zusammen. Dass wir voll zugeschlagen haben, könnt Ihr Euch bestimmt denken.

Und schon stand der Donnerstag vor der Türe. „Und, welche Tour wollen wir heute unternehmen?“ fragte mich mein Schatz. Mhm, zwei von den ausgearbeiteten Tourenvorschlägen waren noch übrig – zum einen die Sarntaler Alpen und zum anderen die gestern abgebrochene Tour Ortleralpen. Letztendlich haben wir uns für die Sarntaler Alpen entschieden.

Kurz nach acht starteten wir die Maschinen und brausten Richtung Bozen. Dort bogen wir rechts ab und folgten der Straße nach Prato, von dort nach Ritten und dann ging es links hoch Richtung Collalbo (Klobenstein). Fasziniert von der schönen Landschaft führte uns die 508 zunächst nach Auna di Sopra und von dort aus weiter nach Campolasta Astfeld. Diesen Ort ließen wir förmlich „rechts“ liegen und folgten dem Weg in ein Tal, das uns direkt zum Lago di Valdurna (Durnholzer See) führte. Nach einer kurzen Rast kehrten wir zum Ausgangspunkt (Campolasta) zurück und fuhren weiter bis nach Riobianco Weissenbach, über das Penser Joch (2215 m), das sich von seiner schönsten Seite zeigte, bis nach Vipiteno Sterzing. Dort hieß es links abbiegen nach Calice und von dort aus ging es über den Jaufenpass (2099 m) nach S. Leonardo in Passiria. Übrigens, die zwischen Sterzing und St. Leonhard gelegene Strecke verbindet das obere Eissacktal mit dem Passeier.  In St. Leonhard angekommen, konnten wir der Versuchung nicht wiederstehen, dem Timmelsjoch auf italienischer Seite einen Besuch abzustatten (auf der österreichischen Seite muss man ja Maut bezahlen!). Oben angekommen, hatten wir eine tolle Rundumsicht und das Timmelsjoch zeigte sich wettertechnisch von seiner schönsten Seite (strahlend blauer Himmel). So waren wir mehr oder weniger gezwungen, ein Kaffeepäuschen einzulegen. Beinahe wären wir bei den angenehmen Temperaturen eingepennt – so schön und erholsam war die Rast.

Nach einer Stunde mahnte jedoch schon wieder das Zeiteisen und wir brachen schweren Herzens zur Rückfahrt auf. Beschwingt folgten wir den Kurven runter nach St. Leonhard und anschließend führte uns der Weg über San Martino in Passiria, von dort weiter bis nach Novale bis wir letztendlich pünktlich zur Rushhour in Meran eintrafen – nur schnell raus aus der Stadt. Von Meran ging es auf dem direkten Weg zunächst nach Avelengo, Valas, Flaas etc. bis nach Bozen und danach zum Hotel. Es gibt bestimmt schönere Strecken, als die zuletzt genannte, aber dann wären wir voraussichtlich nicht rechtzeitig zum Abendessen da gewesen. Allerdings führte uns das letzte Stück bis nach Bozen über den Colle di Villa (Bauernkohlern 1250 m), der uns eine äußerst reizvolle und kurvenreiche Strecke präsentierte. Im Hotel angekommen hatten wir uns nach dieser schönen aber teilweise auch anstrengenden Tour erst einmal ein kühles Getränk verdient.

Gefahrene km an diesem Tag: rd. 230 km. Fahrzeit ohne Pausen: rd. 4 Std.

Am letzten Tag (Freitag) vor unserer Abreise am Samstag, wurde dann noch die letzte Tour in Angriff genommen – allerdings mal wieder zu zweit auf meiner GS, da bei den Ortler Alpen unter anderem das Stilfserjoch und der Gavia-Pass auf dem Programm standen. Vom Hotel ging es zunächst nach Bozen und von dort aus über die „42“ über unseren „Passo di Mendolino“ nach Fondo.

Wir hätten auch den direkten Weg nach Lana wählen können, aber dann hätten wir unser „Soll“ (einmal täglich über den Mendelpass zu fahren) nicht erfüllen können. Über die „238“ führte uns die Gampenstraße nach Norden zum Ort S. Felice und von dort aus weiter über das Gampenjoch nach Lana. In Lana angekommen bogen wir Richtung Marlengo ab und anschließend über die „38“ nach Naturno (Naturns) nach Castelbello, Silandro nach Spondigna. In Spondigna ging es weiter in Richtung Stilfserjoch (2758 m) vorbei an Prato, Gomagoi und Trafor. Nachdem wir das Stilfserjoch ohne weitere Hindernisse (wie rollende Wohnzimmer, schleichende Autofahrer etc.) erklommen hatten, gönnten wir uns erst einmal eine kleine Pause, in der wir unter anderem den berüchtigten „Murmelbürger“ probierten und das ein oder andere skurrile Fahrzeug beobachten und bewunderten konnten (siehe Bilder).  Danach ging es auf der Rückseite kurvenreich runter nach Bormio und anschließend nach Santo Caterina Valfurva. Dort bogen wir zum Gaviapass (2621 m) ab, der uns mit seinen sehr engen und stark beschädigten Spitzkehren empfing. Von dort aus führte uns unsere Tour weiter bis nach Ponte di Legno, wo auch schon der nächste Pass auf uns wartete – der Passo del Tonale. Kurvenreich ging es weiter über die „42“ nach Vermiglio nach Mezzano, Dimaro, Male, Scanna di Livo, Prevo, Cavereno, Sarnonico bis wieder zurück nach Fondo. Logisch, dass es zum Hotel zurück über unseren Mendelpass ging, nicht aber ohne vorher dort oben noch einen Erdbeerbecher zu genießen.

Die reine Tour ohne An- und Abreise nach Fondo beläuft sich auf 258 km und die reine Fahrzeit ohne Pausen 5 Std und 40 min.

Leider ging auch dieser schöne Urlaub schneller rum als wir gucken konnten und so traten wir schweren Herzens am Samstag die Heimreise an. Eines können wir jedoch jetzt schon versichern – wir kommen wieder!!!!! Denn schließlich ist der Mendelpass einmal im Jahr (mindestens) Pflicht.

 

Kategorien: Südtirol

2 Kommentare

albert&violande · 11. August 2012 um 05:47

Hallo thommy und marion sehr schone fotos. Ichbekam wieder heinweh.Viele grusse aus belgien albert und violande

    admin · 11. August 2012 um 06:22

    Hallo Ihr Zwei, das war eine wirklich schöne Zeit mit Euch. Vielleicht treffen wir uns ja mal wieder.
    Liebe Grüße
    Thommy und Marion

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