Frostig, frostig wars…

Schockgefrostet, Frischzellenkurerneuerung, breites Grinsen auf dem Gesicht – so könnten die Schlagworte für unsere Wochenendtour an den Bodensee und Vorarlberg vom 14. bis 16. Oktober lauten. Die Tour, die mein Mann tags zuvor ausgearbeitet hatte, stellte sich im Nachhinein als total genial heraus! Dazu jetzt mehr:

Über landschaftlich schöne Straßen und Wege und einem abwechslungsreichen Kurveneldorado fuhren mein Schatz und ich am Freitag auf „dem Papa sein dick Schiff“ in aller Ruhe runter Richtung  Bodensee. Unterwegs haben wir dann noch einen Abstecher über die Schwäbische  Alb vorgenommen. Gegen 19 Uhr erreichten wir bzw. ich fröstelnd (bin halt ne Frierbux) das Tourenfahrerhaus Seerose in Kressbronn/Nitzenweiler. Direkt unter die warme Dusche, anschließend noch einen selbstgemachten Schnaps des Hausherrn und ein vorzügliches Mahl zu uns genommen – und schon ging es uns wieder gut.

Am nächsten Tag starteten wir dann unsere geplante Tour in den Vorarlberg bei dichtem Nebel und 3 Grad Wohlfühltemperatur. Zunächst einmal ging es nach Wolfurt (unser Garmin sprach dauernd von einem Wolfurz ), dem Ausgangspunkt unserer Tour. Da mein Mann aber versehentlich im Garmin die Funktion „Autobahns vermeiden“ ausgeschaltet hat, fuhren wir einen Teil der Strecke über die österreichische Autobahn und mussten durch den Pfändertunnel (6,7 km lang). Im Tunnel kamen wir beide arg ins Schwitzen – laut Thermometer hatten wir auf einmal 17 Grad und es wurde immer wärmer. Bevor wir dann wieder Richtung Tunnelausgang kamen, zeigte unser Thermometer zum Schluss 29 Grad an.
Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, dass uns fast sprichwörtlich der Schlag ins Gesicht traf, als wir aus dem Tunnel raus kamen und innerhalb weniger Minuten mit 6 Grad Kälte konfrontiert wurden. Aber was uns nicht umbringt, macht uns nur noch härter.

Zur unserer Tour jedoch im Einzelnen:

Von Wolfurt ging es über den Bödele (dort auf ca 1400m Höhe hatten wir dann ersten Sonnenstrahlenkontakt) wieder runter in die Nebelsuppe von Schwarzenberg bis nach Au. In Au über das Faschinajoch ( 1486) nach Sonntag-Garella. Ab da fuhren wir Richtung Zwischenwasser und anschließend ging es über das Furkajoch (1761) wieder retour Richtung Faschina. Am Furkajoch lagen noch die restlichen Schneereste (war wegen Schneefall vorletzte Woche auch gesperrt gewesen).

Anschließend zog es uns Richtung Bludenz über Sankt Anton im Montafon zur Bielerhöhe (2036) und dann zur berühmt berüchtigten Silvretta Hochalpenstrasse im Paznauntal. Ab Mittags hatten wir dann auch die Sonnenstrahlen auf unserer Seite. Temperaturmäßig ging es auch: konnten an dem Bordcomputer der ADV 8-9 Grad erkennen. Auf der Bielerhöhe am Silvretta Stausee war sogar „Sonnenbaden“ angesagt. Wir konnten dort so richtig die Seele baumeln lassen. 🙂

Weiter ging es dann nach Ischgl, Kappl, See und Pians und von dort aus über den Arlbergpass (1793) zum Flexenpass (1773) zur „Geisterstadt“ Lech (alle Hotels standen leer) und anschließend über Warth zum Hochtannbergpass (1679) wieder zurück zum Hotel. Da langsam die Sonne keine Lust mehr hatte und in der Versenkung verschwand, kroch auch allmählich die Kälte wieder in unsere Gliedmaßen. Um ca. 19:30 standen wir bzw. ich nach einer 380 km langen Tour wieder Zähne klappernd am Gasthof und baten um Einlass. Die hatten mit uns Mitleid und ließen uns rein . Prozedur wie Tags zuvor: heiß Duschen, Schnaps vor dem Essen, Cordon bleu von der Pute mit Bratskartoffeln, Schnaps nach dem Essen….und wie sollte es auch anders sein: Tisch direkt vor dem Kaminofen. Kommentar vom Hausherrn: damit nachher keine Reklamationen von uns kämen (so schlimm sind wir doch garnicht 🙂 ).

Leider hört dann auch das schönste Wochenende wieder auf, sodass wir nach einem ausgiebigen Frühstück morgens um 9 Uhr schweren Herzens unser Domizil verließen und durch Nebelschwaden und 1,0 Grad Richtung Heimat düsten. Gegen halb fünf waren wir wieder da.

Alles in allem war es wieder ein perfektes Wochenende gewesen und wir können Euch diese Tour und auch das Hotel nur wärmstens ans Herz legen 😉


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